Die Blende dient dazu, das eintreffende
Licht mehr oder weniger zu verdunkeln, sozusagen abzublenden.
Zyklisch angeordnete Stahllamellen, deren Anzahl von der Baugröße und
Konstruktion des Objektivs abhängt, ermöglichen die Änderung
der Öffnungsfläche je nach gewählter Blendenzahl (siehe
Kapitel
4. 2. 3. "Blende - Schärfentiefe").
Die Blendenebene ist zwischen zwei Linsen im Objektiv dort angeordnet, wo die
Begrenzung durch die Lamellen als unscharfe Verdunklung und nicht als eine Art
Vieleck direkt wirksam wird.
Je geringer die Schärfentiefe (siehe Kapitel
4. 2. 3.) ist, desto deutlicher zeigt sich diese Blendenöffnung in den unscharfen Bereichen des Motivs als sogenanntes Bokeh (siehe Kapitel 6. 3.).
Verdunkelt sich das Sucherbild bei Änderung der Blendenzahl (siehe Kapitel 4. 2. 3. "Blende - Schärfentiefe") mehr oder weniger, spricht man von Arbeitsblende.
Wird die Blende erst im Moment des Auslösens geschlossen, arbeitet man mit Springblende.