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2. 2. 6. Mattscheibe, Fresnellinse


Um eine Lichterscheinung im Sucher sichtbar zu machen, muß sie auf eine durchscheinenden Fläche treffen. Das ist in der Spiegelreflex-Kamera die Fresnellinse, die sogenannte Mattscheibe (siehe auch Kapitel 8. 3. 1. "Mattring").

Diese Fresnellinse ist eine besondere Form von Sammellinsen, die nach ihrem Entwickler benannt wurde. Fresnellinsen sind meist großflächige Linsen aus Kunststoff, die aufgrund ihres Aufbaus die gleiche brechende Wirkung wie dicke Glaslinsen haben, denn für die Stärke der Lichtbrechung durch eine Linse ist nicht deren Dicke, sondern die Krümmung ihrer Oberfläche entscheidend.
Praktisch wird die Linse, ausgehend von ihrer Mitte, in sehr kleine kreisförmige Bereiche (Kreisringe) unterteilt. Diese Bereiche sind ausgesprochen schmal und mit bloßem Auge kaum sichtbar. Dabei haben die einzelnen Kreisringe an der Oberfläche genau die Krümmung, die eine dicke Linse an dieser Stelle hätte.


Mattscheibe.
Links: einfache Fresnellinse     Rechts: Fresnellinse mit Kornraster und Meßkeil


Das ist ein Glas- oder Plastwerkstoff, dessen Oberfläche derart rauh ist, daß das Licht möglichst gleichmäßig bis in alle Ecken dieser rechteckigen Scheibe gelangt. Damit wird ein gleichmäßig helles Sucherbild erreicht.
Ältere Kameras zeigen dabei allerdings mit Abschattungen in den Randbereichen einige Schwächen.

Das eigentliche Sucherbild wird durch die Mattscheibe (siehe auch Kapitel 8. 3. 1. "Mattring") bestimmt, so beispielsweise die Einblendung eines Kornrasters (siehe auch Kapitel 8. 3. 2. "Monoplanrasterring"), der Meßkeile (siehe auch Kapitel 8. 3. 3. "Meßkeil") oder andere Informationen wie beispielsweise die der Belichtungszeiten.

Schnitt


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