Übergeordnete Seiten: ← Startseite ← "Portal Fotografie" ← "Fotokurs":


3. 5. Farbtemperatur


Sehen wir beispielsweise eine weiße Tischdecke in der Sommermittagssonne, erscheint sie uns weiß, der Film wird sie aber bläulich abbilden.

Die gleiche Tischdecke von einer 60 W - Glühlampe beleuchtet, sehen wir auch als weiß, aber der Film bildet sie rötlich gelb ab.

Ein Körper kann nur die Farben wiedergeben, von denen er beleuchtet wird.

Jedes Licht hat seine eigene Farbcharakteristik.

Um diese Farbe eindeutig zu charakterisieren, bedient man sich der Farben von Metall bei verschiedenen Temperaturen, den eigentlichen Glühfarben.

Nehmen wir als Beispiel den Glühfaden einer Lampe.

Je nach dem, mit welcher Spannung die Glühlampe betrieben wird, ändert sich die Leuchtcharakteristik.

Mousebewegungen im Feld der Betriebsspannung zeigen annähernd die Glühfarben und die Temperatur.

Wird die Bewegung von dunkel nach hell recht schnell gemacht, tritt sogar ein Blendeffekt auf, der das Licht der Lampe dadurch anfänglich weißer erscheinen läßt, als wir es dann sehen, wenn sich das Auge darauf eingestellt hat.

leerleerleerleerleerleerleerleerleerleerleerleerleerleerleer
Lampe.
 
     


Ist die Temperatur des Strahlers bekannt, kann man nun auf eine Leuchtfarbe schließen.
Ist die Lichtfarbe des Strahlers bekannt, kann man auf seine Temperatur schließen.

Dieser Zusammenhang wird Farbtemperatur genannt und in Kelvin K angegeben.


Die folgende Tabelle zeigt ausgewählte Lichtquellen und ihre Farbtemperatur.

Lichtquelle Farbtemperatur [K]
blauer wolkenloser Sommerhimmel (mittags) 15 000 bis 30 000
blauer wolkenloser Winterhimmel (mittags) 18 000 bis 10 000
Vor- und Nachmittagssonne im Sommer 5 300 bis 5 800
Elektronenblitzgeräte 5 500
Vor- und Nachmittagssonne im Winter 4 400 bis 4 700
Sonnenauf- und -untergang 3 800
Halogenlampen (durchschnittlich) 3 400
Fotolampen (durchschnittlich) 3 200
Glühlampen (je nach Leistung) 2 400 bis 3 000
Petroleumlampe 2 000
Paraffinkerze 1 800

Download dieser Tabelle für meine Kursteilnehmer über Paßwort:  


Den unterschiedlichen Beleuchtungssituationen passen sich Auge und Gehirn an.

Der Film ist dazu nicht in der Lage.

Deshalb gibt es den Umkehrfilm für Tageslicht: 5600 K,
  den Umkehrfilm für Kunstlicht: 3200 K,
und den Farbnegativfilm:   4200 K (Abstimmung bei Kopierprozeß siehe Kapitel 9. 4. 1. 3.)



Die Kurve zeigt die Änderung der Farbtemperatur des Tageslichtes an einem Junitag bei blauem und wolkenlosem Himmel in Mitteleuropa.

Farbtemperatur.



Die Zahlen der Kelvin-Skale sind recht groß. Außerdem verursachen in ihrem unteren Bereich schon relativ geringe Abweichungen zwischen der Farbtemperatur des Aufnahmelichtes und der Abstimmung des Filmes starke Farbverschiebungen.
Deshalb benutzt man auch eine andere Einheit, Mired (micro reciprocal degree).

Mired =  1 000 000
Kelvin

Dieser Wert hat den Vorteil, daß alle wertmäßigen Unterschiede gleichen qualitativen Auswirkungen entsprechen.

Um im zwei- oder gar einstelligen Zahlenbereich arbeiten zu können, werden viele Angaben in Dekamired gemacht, also dem 10ten Teil von Mired.


leer
Valid XHTML 1.0 StrictleerValid CSS!leer

leer
pinurch