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4. 2. 2. Belichtungszeit - Bewegung


Die Wahl der Belichtungszeit richtet sich nach Bewegungsgeschwindigkeit und -richtung des Objektes gegenüber der Kamera. Es ist also egal, ob sich die Kamera gegenüber dem Objekt oder das Objekt gegenüber der Kamera bewegt.

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Wir nehmen an, die gelbe Scheibe rotiert mit 15 Umdrehungen pro Sekunde.
Wie diese Bewegung abgebildet wird, läßt sich (unten) mit der Belichtungszeit wählen.
Bewegtes Objekt Belichtetes Foto
Scheibe.
leer
Aufnahme mit 1/ s

Auftretende Bewegungsunschärfe soll meistens vermieden oder sogar bewußt eingesetzt werden.

Zum Einen wird angestrebt, die bewegten Objekte möglichst ohne Bewegungsunschärfe darzustellen.
Um das zu erreichen, wird die Kamera während der Aufnahme mit dem Objekt mitgeführt.

Gespann.leerB8.
leer
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Zum Anderen stellt die Unschärfe (siehe Kapitel 9. 2. 5. 4. "Auflösung") die Bewegung dar.

Schließende Brücken.leerBach.
leer
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Objekte, die sich auf der optische Achse der Kamera bewegen, neigen weniger zur Bewegungsunschärfe als solche, die quer zur Aufnahmerichtung durch das Bild "huschen".

Fließendes Wasser sollte generell mit einer Belichtungszeit von etwa 1/30 s  aufgenommen werden, es sei denn, man will eine unscharf (siehe Kapitel 9. 2. 5. 4. "Auflösung") glatte Fläche (lange Belichtungszeit) oder einzelne Wassertropfen (kurze Belichtungszeit) darstellen.

Bewegungsunschärfe entsteht aber auch durch eine überwiegend unerwünschte Verwacklungsunschärfe, die auftritt, wenn aus der Hand fotografiert wird und die Belichtungszeit für die gewählte Brennweite (siehe Kapitel 6. 2. "Eigenschaften") zu lang ist.

Auch als Freihandgrenze beschrieben, gilt, bezogen auf das Kleinbildformat (siehe Kapitel 2. 1. 1. "Bildformat"), als Faustregel, daß bei Aufnahmen aus der Hand, also beispielsweise ohne Auflegen oder Anlehen der Kamera, die Verwendung eines Stativs (siehe Kapitel 17. 1.) oder eines Bildstabilisators (siehe Kapitel 6. 1. 3.), die Belichtungszeit reziprok (Kehrwert) der Zahl der Brennweite (siehe Kapitel 6. 2. "Eigenschaften") oder kürzer sein sollte, wenn man keine "verwackelten" Fotos haben möchte.

Wird also beispielsweise mit einer kleinbildäquivalenten (siehe Kapitel 2. 1. 1. "Bildformat") Brennweite (siehe Kapitel 6. 2. "Eigenschaften") von 100 mm  gearbeitet, sollte die Belichtungszeit kürzer als 1/100 s  sein.

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