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6. 1. 1. Lochbildkamera


Die Lochkamera beziehungsweise Lochbildkamera, auch bekannt als Camera obscura*), ist das einfachste Gerät, mit dem man Objekte abbilden kann.
Das liegt daran, daß der Strahlengang eingeschränkt wird und man dadurch die eindeutige Abbildung jedes Gegenstandspunktes als entsprechenden Bildpunkt erhält und damit ein Bild.

Die Skizze zeigt den Aufbau:

Camera obscura.


Die Lochbildkamera ist also ein innen dunkler Kasten.

Auf der einen Seite tritt Licht durch die Öffnung ein, die Strahlengänge kreuzen sich und projizieren gegenüber ein seitenverkehrtes, kopfstehendes Bild.

Will man das Bild von hinten betrachten, muß die Projektionswand transparent sein.

Ist die Camera obscura*) so groß, daß man sie betreten kann, wird man auf einer weißen Fläche gegenüber dem Lichteintritt die Abbildung der Realität sehen.

Es ist durchaus möglich, mit solch einer Kamera auch zu fotografieren. Die Camera obscura*) begleitete die Anfänge der Fotografie.
Heutzutage nutzen einige Enthusiasten diese Technik, um eine ungewöhliche Bildwirkung zu erzielen.

Foto: Heike Wegel, Leipzig    
Peter Rohr, Leipzig    
 
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*) camera: Lateinisch für Gewölbe, obscura: Lateinisch für dunkel


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