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6. 1. 3. Bildstabilisator


Wird ohne statische Hilfsmittel fotografiert, kann es zu Verwacklungsunschärfen (siehe Kapitel 4. 2. 2. "Belichtungszeit - Bewegung") kommen, wenn die sogenannte Freihandgrenze (siehe Kapitel 4. 2. 2. "Belichtungszeit - Bewegung") überschritten wird.
Um diese Grenze dennoch überschreiten zu können, gibt es optische Verfahren, die hier beschrieben werden, sowie mechanische Verfahren (siehe Kapitel 9. 1. 2. "Bildstabilisator").

Die optische Bildstabilisierung wird durch eine Bewegung des Bildkreises (siehe Kapitel 6. 2. "Eigenschaften") über der Bildebene (siehe Kapitel 2. 2. 1. "Bildebene und Filmtransport") realisiert, stellt also eine Veränderung des Strahlenganges dar, und wird auch als "Lens-Shift" bezeichnet.
Das kann mittels optischer Elemente wie schwimmenden Linsen oder Prismen geschehen, die motorisch angetrieben werden.
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Die Kamera wird im Moment der Aufnahme nicht verschwenkt.
Der mittlere Strahl folgt genau der optischen Achse.
Es ist also keine Korrektur notwendig.
 
     

Die Orientierung des optischen Elements geschieht mittels Beschleunigungssensoren (Gyrosensoren), die jede Richtungsänderung erfassen.
Je nach Bauart des Objektivs lassen sich die Achsen der Korrekturen einzeln anwählen sowie teilweise auch Unschärfen durch Rotation der Kamera kompensieren.

Die Bezeichnung der Stabilisatoren ist herstellerspezifisch.

Firma Umschreibung Abkürzung
Canon: Image Stabilizer IS
Nikon: Vibration Reduction VR
Panasonic: Optical Image Stabilizer OIS
Sigma: Optical Stabilizer OS
Tamron: Vibration Compensation VC

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