| Vergrößerungsquotient = | Brennweite des Objektivs |
| Normalbrennweite |
| So hat also für das sogenannte Kleinbild (siehe Kapitel 2. 1. 1. "Bildformat") von 24 mm x 36 mm ein Objektiv von 200 mm Brennweite bezogen auf die Normalbrennweite (siehe Kapitel 6. 2. 1. "Normalobjektiv") von 50 mm eine Vergrößerung von 4. |
| Durch Anklicken
der Bilder werden sie einzeln vergrößert gezeigt, alle zusammen können HIER vergrößert werden. |
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| Brennweite 18 mm | Brennweite 28 mm | Brennweite 50 mm | ||||
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| Aus verschiedenen Gründen bietet die Industrie dem sparsamen und
unwissenden Käufer Objektive mit relativ großen kleinsten Blendenwerten
(siehe Kapitel
4. 2. 1. "Belichtungszeit - Blende") an, also relativ kleinen Eingangsblenden, Anfangsblenden
bzw. Anfangsöffnungen. Natürlich folgen die Filme mit zunehmender Empfindlichkeit (siehe Kapitel 9. 2. 1.) bei genügender Qualität, aber leider langsamer als relativ schlechte Objektive sich verteuern. Abgesehen von der größeren Schärfentiefe (siehe Kapitel 4. 2. 3. "Blende - Schärfentiefe") bei kleineren Anfangsblenden kompensieren inzwischen Digitalkameras an ehesten dieses Problem. |
| Als Festbrennweite
werden Objektive bezeichnet, deren Brennweite sich nicht verändern
läßt. Optisch stellen sie das Maximum dar. Sie haben: * große Blendenöffnungen (siehe Kapitel 4. 2. 3. "Blende - Schärfentiefe") * gute Schärfenleistung, also * hohe Auflösungen (siehe Kapitel 9. 2. 5. 4. "Auflösung"). Die in den folgenden Kapiteln bemerkenswerten Eigenheiten bezüglich der Brennweiten gelten natürlich auch für die Einstellung mit dem ZOOM (siehe Kapitel 6. 2. 5.) auf die entsprechende Brennweite. |
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| Stellt man im Abstand der Objektivbrennweite hinter dem auf "unendlich"1) fokussierten Objektiv eine Mattscheibe (oder Transparentpapier) auf, dann projiziert sich auf ihr ein kreisförmig sichtbares Abbild des Motivs als totaler Bildkreis. (Ebenso zeichnet sich ein Bild auf weißem Papier ab.) |
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| Das läßt sich relativ
leicht überprüfen: Dazu stellt man sich in einem nicht extra erleuchtetem
Raum in Richtung eines Fensters. Die Entfernung sollte so gewählt werden,
daß im Querformat beispielsweise die rechte und linke Fensterbegrenzung
im Sucher gerade noch erfaßt wird. Jetzt entfernt man das Objektiv von der Kamera, hält es an die gleiche Stelle, wo es gerade die Fensterbegrenzung erfaßte und im Abstand seiner Brennweite Transparentpapier dahinter. Jetzt sieht man deutlich, daß sich ein größeres Bild zeigt, als es vorher im Sucher sichtbar war. |
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Gleichung 1 |
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Gleichung 2 |
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Gleichung 3 |
| Die Bilddiagonale
errechnet sich folgendermaßen: Summe der Quadrate aus Bildbreite und -höhe werden ermittelt und daraus wird die Quadratwurzel gezogen, das ergibt: |
(24
mm)2 + (36 mm)2 = 1872 mm2 43,27 mm |
| Nutzt man als Normalobjektiv 50 mm Brennweite, ergibt sich nach Gleichung 2 für tan α, also den halben Öffnungswinkel, das Verhältnis: | 43,27 mm / (2 * 50) mm ≈ 0,433 |
| Nach Gleichung 3 wird nun aus diesem Verhältnis (Diagonale e zu Brennweite f) der totale Öffnungswinkel β ermittelt und man erhält: | ≈ 46,79 ° |
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| Dieses Bild zeigt ein Foto, das unter Ausnutzung des möglichen Bildwinkels aufgenommen wurde, also zunächst das "Vollformat".
Der Rahmen umgrenzt die Bildfläche, die lediglich ein kleineres Bildformat respektive Sensor aufnehmen und demnach auch nur abbilden könnte. |
Wird nun ein Foto des kleineren Aufnahmeformats (Bildinhalt innerhalb des Rahmens links) auf die gleiche Ansichtsfläche des "Vollformats" vergrößert, wirkt es, als sei zu dessen Aufnahme eine (um beispielsweise Faktor 1,6) verlängerte Brennweite verwendet worden. |
| Um für verschiedene Bildformate
vergleichbare Aufnahmebedingungen, also gleiche Öffnungswinkel zu schaffen, müssen die Brennweiten der Bildgröße angepaßt werden.
Konkret folgt die Normalbrennweite hier wieder der Bilddiagonale. |
| Die Bilddiagonale errechnet sich folgendermaßen:
Summe der Quadrate aus Bildbreite und -höhe werden ermittelt und daraus wird die Quadratwurzel gezogen, das ergibt: |
(22,2 mm)2 + (14,8 mm)2 = 712 mm2
≈ 26,68 mm |
| Nutzt man als Normalobjektiv 31 mm Brennweite, ergibt sich nach Gleichung 2 für tan α, also den halben Öffnungswinkel, das Verhältnis: | 26,68 mm / (2 * 31) mm ≈ 0,432 |
| Nach Gleichung 3 wird nun aus diesem Verhältnis (Diagonale e zu Brennweite f) der totale Öffnungswinkel β ermittelt und man erhält: | ≈ 46,75° |