Um dem Problem völlig zu entgehen, muß die Kamera konsequent lotrecht zum Aufnahmeobjekt gehalten werden. Wenn möglich, ist die Aufnahmehöhe (siehe Kapitel 12. 2. ) also Richtung Mittelpunkt des Objektes zu korrigieren.
Gewarnt sei dabei vor dominanten Himmelsflächen, die einer richtigen Belichtung überaus schaden können.
Entscheidet man sich bei der Wahl des Motivs, das Format des Fotos zu ändern, also zu beschneiden oder ein Dia (siehe Kapitel 9. 3. 1. 2. 2. "Umkehrfilm") abzukleben (zu maskieren), kann man beruhigt redundante Bildbereiche mit aufnehmen.
"Motivhasche" kann man Fotos mit dem Weitwinkelobjektiv nennen, die zum bloßen Abbilden sehr großer Objekte wegen zu wenig möglicher Aufnahmeentfernung den Einsatz günstigerer Brennweiten ausschloß und Gestaltung auch nicht mehr zuließ.
Solch ein Foto wird lediglich informativen Charakter tragen, der allerdings (in einer Serie) nicht zu unterschätzen sein sollte.
Günstiger ist es, die stürzenden Linien im Foto dominant einzusetzen, die Kamera bewußt zu kippen, um Linien brachial stürzen zu lassen, also mit Diagonalen gestalterisch zu spielen.
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