6. 7. Abbildungsfehler
Ziel der Fotografie ist es, ein möglichst genaues
Abbild des Motivs zu schaffen. Als Hilfsmittel dienen verschiedene optische
Systeme, überwiegend Linsen (siehe Kapitel
6. 1. 2.), die bestimmten physikalischen Gesetzen unterworfen
sind.
So kann es fast keine ideale Abbildung geben, die frei
von Aberrationen1) wie beispielsweise Unschärfen (siehe Kapitel 9. 2. 5. 4. "Auflösung") oder Verzerrungen, also Abbildungsfehlern,
ist.
Die Strahlen eines Strahlenbündels, die ein optisches System durchdringen, schneiden sich entweder nicht mehr in einem Punkt, oder dieser Punkt liegt an der falschen Stelle.
Es ist möglich, Abbildungsfehler durch die Kombination mehrerer Linsen (siehe Kapitel
6. 1. 2.) aus
verschiedenen Materialien, in unterschiedlichen Formen oder den Einsatz von Spiegeln
zu reduzieren.
Abbildungsfehler überlagern sich häufig. Obendrein beeinflußt die Korrektur einer Aberration1) jede andere.
Grundsätzlich werden Abbildungsfehler für monochromes2), also Licht einer Wellenlänge, und weißes Licht, das aus allen Einzelfarben besteht, unterschieden.
1) aberrant: Lateinisch für abirrend oder abweichend
2) mono chroma: μoνο χρώμα Griechisch für eine Farbe
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