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7. 1. 1. Zwischenringe


Eine Möglichkeit, die gewünschte Auszugsverlängerung zu erreichen, sind Zwischenringe.

Damit bezeichnet man hohle Rohrstücke, die zwischen Kamera und Objektiv gesetzt werden können.

Zwischenringe.

Je nach Kameratyp besitzen sie einen Bajonett-Anschluß oder Gewinde zur Befestigung (siehe Kapitel 6. 6. "Anschlußmöglichkeiten").

Ab 50 mm  Länge werden Zwischenringe auch Zwischenrohr oder -tubus genannt.

Möchte man im Makrobereich mit offener Blende (siehe Kapitel 5. 2. 2.) fotografieren, müssen die Ringe eine Betätigungsmechanik für das Schließen der Blende im Objektiv haben.
Will man desweiteren die Vorteile der Innenmessung (siehe Kapitel 5. 2.) nutzen, sollten die Zwischenringe mit der Kontaktierung (siehe Kapitel 6. 5. 1.) für die Blendwertübertragung (siehe Kapitel 6. 5. 1. "Blendenring") ausgerüstet sein.

Ein vernünftiger Satz Zwischenringe besteht aus drei Einzelringen, die in der Summe eine Länge von 50 mm  haben sollten, weil sich dort bei Einsatz eines Kleinbild-Normalobjektivs (siehe Kapitel 6. 2. 1.) mit der Entfernungseinstellung (siehe Kapitel 6. 5. 2. "Entfernungsring") auf "Unendlich"*) eine Vergrößerung von 1 ergibt, in diesem Format also eine Objektfläche von 24 x 36 mm  bildfüllend dargestellt wird.

Eine praktische Stückelung sind drei Ringe von 7 mm, 15 mm  und 28 mm  Länge.

Zwischenringe.


Hat nämlich ein Objektiv einen eigenen Auszug von etwa 10 mm, kann man linear alle Auszüge von 0 bis 60 mm erreichen.

Auszug Objektiv [mm] Ringeinsatz [mm] Gesamtauszug [mm]
0 ... 10   0 ... 10
0 ... 10 7 ... 17
0 ... 10 15  15 ... 25
0 ... 10 7 + 15 ( = 22 )  22 ... 32
0 ... 10 28  28 ... 38
0 ... 10 28 + 7 ( = 35 )  35 ... 45
0 ... 10 28 + 15 ( = 43 )  43 ... 53
0 ... 10 28 + 15 + 7 ( = 50 )  50 ... 60



*) unendlich: diese Entfernung entspricht der 1000fachen Brennweite des verwendeten Objektivs


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