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7. 4. Gegenlichtblende


Dieses Foto zeigt beispielhaft, was ungewollt seitlich einfallendes Licht einem Foto antun kann. Mehrfach wird an den Linsen die Blendenöffnung (siehe Kapitel 2. 2. 5. "Blende") reflektiert (Sechsecke), wunderschön ist auch eine Lichtbrechung ("Regenbogenfarben") abgebildet.

Foto: Claudia Löbig, Leipzig 
 
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Um solche Effekte zu verhindern, wird die Gegenlichtblende, auch Sonnenblende oder Streulichtblende genannt, verwendet.

Als Gegenlichtblende wird eine Art Trichter bezeichnet, der in der Lage ist, seitlich auf die Frontlinse eintreffendes Gegenlicht abzuschirmen. Sie wird vorn am Objektiv (oder einem Objektivvorsatz) montiert.

Die Gegenlichtblende sollte einen Öffnungswinkel haben, der etwas größer als der Bildwinkel (siehe Kapitel 6. 2. "Eigenschaften") der entsprechenden Brennweite (siehe Kapitel 6. 2. "Eigenschaften") des Objektivs ist, sonst kann es am Bildrand zu Vignettierungen, also einer unscharfen Abbildung der Gegenlichtblende (Verdunklung) am Bildrand kommen. Ist der Öffnungswinkel zu groß, trifft natürlich zuviel störendes Licht auf die Frontlinse (oder einen Objektivvorsatz).
Also muß der Öffnungswinkel (siehe Kapitel 6. 2. "Eigenschaften") zum Objektiv passen und bei einem ZOOM (siehe Kapitel 6. 2. 5.) variabel sein.


Es gibt verschiedene Bauformen:


* rund (trichterförmig)
  für Normalbrennweite Innenansicht  
  Bild. Bild.  



* rund (drehbar, zur Arretierung bei richtigem Drehwinkel entsprechend der Parallelität zu den Bildrändern dient hier der Rundring)

  für Normalbrennweite Innenansicht  
  Bild. Bild.  



* rund (zylinderförmig, verschiebbar in Telezoom integriert)

Gegenlichtblende eingezogen Gegenlichtblende ausgezogen
Bild. Bild.


* tulpenförmig
für Canon EF 17-55
Bild.


* Gummi (ausstülpbar, Handelsname auch Gummifaltblende oder Elastik-Gegenlichtblende)

  für 24 mm ... 40 mm, 40 mm ... 100 mm und 100 mm ... 210 mm Brennweite  
  Bild. Bild. Bild.  

Innenansicht
Bild.


Bei nicht runden Gegenlichtblenden ist peinlichst darauf zu achten, daß die Ränder keinesfalls in die Bildfläche hinein ragen und dadurch wegen des falschen Drehwinkels Vignettierungen hervorrufen.

Für ZOOM-Objektive (siehe Kapitel 6. 2. 5.) ist entgegen verschiedener Herstellerangaben oft nur eine variable Gegenlichtblende tauglich, weil die statischen Gegenlichtblenden tatsächlich ihre vollkomme Wirkung nur bei der kürzesten der angegebenen Brennweite (siehe Kapitel 6. 2. "Eigenschaften") leisten.

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