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Es ist bekannt, daß reflektiertes Licht (außer das von metallischen
Oberflächen) teilweise polarisiert ist. Dem entsprechend kann also dieses Licht
abhängig vom Drehwinkels des Polarisationsfilters mehr oder weniger
abgeschwächt, also gefiltert werden.
Folgende Fotos zeigen deutlich, wie mit dem Polarisationsfilter Reflexionen aus dem Motiv verbannt und Farben echter dargestellt werden können.
| links: ohne Polfilter rechts: mit Polfilter |
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Diese Fotos zeigen unter Einsatz des Polarisationsfilters eine Farbsteigerung. Allerdings bleibt die Darstellung des Türmchens gleich wegen der Verblechung.
| links: ohne Polfilter rechts: mit Polfilter |
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Wird im Freien über größere Entfernungen
fotografiert, kann die Luftfeuchte oft stören, weil sie die Farben verfälschen
kann.
Diese Feuchte ist insgesamt ein Medium, das Licht bricht und reflektiert, somit werden die Einzelfarben zu einem Farbgemisch, das durch diese Reflexion aber teilweise polarisiert ist.
Unter Ausnutzung dieser Polarisation können die Farbreflexionen durch ein
Polarisationsfilter nahezu ausgeschlossen werden, so daß viele Farben klarer erscheinen.
Bei seitlichem Sonnenstand kann eine Vertiefung des Himmelsblaus erreicht werden.
Bei Verwendung von Kameras mit Autofokus (siehe Kapitel 8. 4.) ist ein zirkulares Polarisationsfilter zu verwenden, weil sonst die Entfernungsmessung verfälscht wird.
Die Wirkung ist die eines normalen Polarisationsfilters. Jedoch ist die Schwingungsebene des durchgelassenen Lichtes nicht geradlinig, sondern spiralförmig drehend, also zirkular. Das wird dadurch erreicht, daß man einem normalen Polfilter eine diagonal versetzte Verzögerungsschicht nachschaltet. Diese zerlegt das zunächst linear polarisierte Licht in zwei Wellenzüge mit unterschiedlichen Phasengängen. Ist diese Schicht λ/4 dick (auch genannt λ/4-Plättchen), entsteht im mittleren Lichtspektrum der Dreheffekt. Ist diese Schicht λ/2 dick entsteht lediglich eine Drehung des polarisierten Lichtes um 90°. Dabei bezeichnet λ die Wellenlänge des Lichtes. |
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