Übergeordnete Seiten: ← Startseite ← "Portal Fotografie" ← "Fotokurs":


9. 1. Aufbau


Als gröbstes Unterscheidungsmerkmal bei Filmen dient das Trägermaterial als solches und ob es durchsichtig oder undurchsichtig ist.
Das sind all die Werkstoffe, auf denen lichtempfindliche Substanzen bis hin zu Emulsionen (siehe Kapitel 9. 1. 1. "Chemisches System"), aufgebracht werden können.


Für ist das
das Papierbild spezielles Fotorohpapier
das Negativ oder Diapositiv Polyester
Textilien meist Leinengewebe
Leiterplatten die ursprüngliche Kupferschicht
Halbleiter kristallines Rohmaterial


Bereits an dieser Stelle muß und möchte ich darauf hinweisen, daß die meisten Filmhersteller dem Fotografen lange Zeit kein Material in die Hand geben wollten, das Farben der Wahrheit entsprechend abbildete. Es wurde marktstrategisch davon ausgegangen, daß der Kunde Material kauft, das alles "beschönt"; nicht die Farbtreue sondern bunt waren gefragt.
Ein mit dem Produktanspruch an Farbtreue hergestellter Umkehrfilm (siehe Kapitel 9. 3. 1. 2. 2.) einer Markenfirma stammte von ORWO (Filmfabrik der ehemaligen DDR).
Generell muß der Fotograf selbst verantwortlich genug gegenüber der Farbwiedergabe sein.

Ebenso kritisch ist die Filmempfindlichkeit (siehe Kapitel 9. 2. 1.) zu betrachten.
Wird mit Negativmaterial (siehe Kapitel 9. 3. 1. 2. 1.) gearbeitet, gleicht der Belichtungsspielraum die Toleranzen aus. Hat man aber Umkehrfilm (siehe Kapitel 9. 3. 1. 2. 2.) in der Kamera, ist es durchaus möglich, daß Fotos filmeweise unterbelichtet werden.
Bei aller mehr oder weniger haltbaren Kritik an ORWO, "DIN-treu" waren die Filme.

Wird eine Präsentation (siehe Kapitel 15.) geplant, sollte durchgängig der gleiche Farbcharakter gezeigt werden.
Das erreicht man, wenn über die Veröffentlichung hinweg mit gleicher Emulsion (siehe Kapitel 9. 1. 1. "Chemisches System") der Filme gearbeitet wird.
Die Garantie hat man dafür, wenn man sich Filme gleicher Chargennummer (siehe Kapitel 9. 6. "Kennzeichnung") beschafft und einen Film vor der eigentlichen Fotoaktion als Probefilm nutzt.
Es ist davon auszugehen, daß alle Fotos einer Charge den gleichen Charakter haben werden.

Funktioniert der Probefilm nicht, kann man alle Filme dieser Charge reklamieren. Allerdings verweisen manche Fotofirmen gern auf Toleranzen, um sich von der Schadenersatzpflicht zu entbinden.
Taktisch klüger ist es, sich mit dem Fachhändler zu einigen, nur einen Film zum Test zu kaufen und die anderen der gleichen Charge zunächst zurücklegen zu lassen. Einen Film kann man verschmerzen.

Der Wahl des Filmmaterials ist also unbedingt im Sinne des fotografischen Anliegens Obacht zu schenken.



Die elektronische Bildverarbeitung basiert im Gegensatz zu lichtempfindlichen Substanzen auf lichtempfindlichen Sensoren.

Auf einem Flächensensor sind dabei viele kleine Einzelsensoren aufgebracht, die eine Lichterscheinung entsprechend ihrer Quantität in elektrische Ladungen beziehungsweise Spannungen wandeln. Farbliche Trennungen werden teilweise über Filter oder farbsensible Sensoren ermöglicht.

Die Aufnahmequalität ist maßgeblich von der Konstruktion und Verarbeitung solcher Sensoren abhängig.



Weitere Merkmale werden in den folgenden Kapiteln beschrieben.

leer
Valid XHTML 1.0 StrictleerValid CSS!leer

leer
pinurch