9. 1. 2. Elektrisches System (Digital)
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In Digitalkameras, die ihre Zeitenbildung (siehe
Kapitel
4. 2. 1. "Belichtungszeit - Blende") mittels mechanischem
Verschluß (siehe Kapitel 2. 2. 3.) steuern, werden zur Gewinnung der Bildinformation die gesamte Sensorfläche und zur Abdunklung danach der Verschluß (siehe Kapitel 2. 2. 3.) genutzt. Aufgrund dessen wird dieses Schema auch als "Full-Frame-CCD"
(FF-CCD)
oder "Full Frame Transfer CCD"
bezeichnet und etwa mit "Vollbild" übersetzt.
Die Informationen werden im Transferregister gesammelt und von dort dem
Operationsverstärker zugeleitet. |
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| lichtempfindlicher
Sensor |
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| Transferregister |
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Bei sogenannten "Frame-Transfer-CCDs"
(FT-CCD)
werden die Ladungen nach der Belichtung sehr schnell in einen abgedunkelten
Bereich des CCD-Sensors
verschoben, somit kann bereits eine neue Belichtung erfolgen, während
das vorherige Ladungsmuster noch verarbeitet wird. Die Zeit des Ladungstransfers
muß allerdings kürzer als die Belichtungszeit (siehe Kapitel
4. 2. 2. "Belichtungszeit - Bewegung") sein, weil sonst
der Smear-Effekt (siehe Kapitel 9. 2. 6. 2.) zu deutlich wird. Obendrein ist für sehr kurze Belichtungszeiten (siehe
Kapitel
4. 2. 2. "Belichtungszeit - Bewegung") ein mechanischer
Verschluß (siehe Kapitel 2. 2. 3.) notwendig.
Am Ende werden auch hier die Daten dem Signalprozessor zugeleitet.
Wegen des abgedunkelten Bereichs hat solch ein Sensor doppelt soviele Zellen,
wie es für die Erkennung der Pixel
notwendig wäre, und ist entsprechend größer. |
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| lichtempfindlicher
Sensor |
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| abgedunkelter
Bereich |
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| Transferregister |
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Bei "Interline-Transfer-CCDs"
(IT-CCD)
wird die Ladung aller Pixel
zeitgleich spaltenweise in jeweils parallel angeordnete Zwischenspeicherzellen
übertragen. Erst dann werden die Ladungen aus diesen abgedeckten Transferregistern
in eine einzelne Zwischenzeile, also ein weiteres Transferregister, und
von dort aus zum Ausleseverstärker verschoben. Weil die Zelleninformation
in kürzester Zeit in die parallelen Transferregister gelangt und damit
auch knappe Belichtungszeiten (siehe Kapitel
4. 2. 2. "Belichtungszeit - Bewegung") möglich
werden, ist kein mechanischer Verschluß (siehe Kapitel 2. 2. 3.) nötig. Die Belichtungszeit
(siehe Kapitel
4. 2. 2. "Belichtungszeit - Bewegung") kann also durch
einen "elektronischen Verschluß", englisch als "electronic
shutter" bezeichnet, gesteuert werden.
Durch die parallelen Transferregister ist die lichtempfindliche Fläche
unterbrochen. Die daraus resultierende Abnahme der Lichtempfindlichkeit
(siehe Kapitel
9. 2. 1. 4. "Empfindlichkeitssysteme") wird durch kleine
Sammellinsen kompensiert, die, über jedem Einzelsensor positioniert,
das Licht (siehe Kapitel
3.) fokussieren und die "lens-on-chip"-Technik
charakterisieren.
Nachteilig erweist sich die relativ große Verweildauer der Ladungen
in den parallelen Transferregistern. Gebeugtes Licht (siehe 3.
2. 2. "Beugung") kann nämlich die Abdunklung unterwandern
und dort störende Ladungen erzeugen, die einen Smear-Effekt (siehe Kapitel 9. 2. 6. 2.) nach sich ziehen. |
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| lichtempfindlicher
Sensor |
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| paralleles
Transferregister |
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| Transferregister |
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Eine Kombination aus FT- und IT-Technologie
stellen die "Frame-Interline-Transfer-CCDs"
(FIT-CCD)
dar. So werden bei diesem Typ nicht nur die gesammelten Ladungen der Einzelsensoren
schnell an die Zwischenspeicherzellen weitergereicht, sondern von dort auch
umgehend in einen abgedunkelten Bereich des Sensors verschoben, um sie dem
Lichteinfluß gänzlich zu entziehen und einen Smear-Effekt (siehe Kapitel 9. 2. 6. 2.) zu umgehen.
Zwar erweist sich die die größere Anzahl an Speicherzellen wirtschaftlich
eher als nachteilig, die schnelle Verarbeitung der Ladungen gestattet jedoch
extrem kurze Belichtungszeiten (siehe Kapitel
4. 2. 2. "Belichtungszeit - Bewegung"), die durch einen
"elektronischen Verschluß", englisch als "electronic
shutter" bezeichnet, ermöglicht werden. |
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| lichtempfindlicher
Sensor |
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| paralleles
Transferregister |
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| abgedunkelter
Bereich |
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| Transferregister |
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