9. 2. 1. 2. Bestimmung Empfindlichkeit
Die Aufgabe der sensitometrischen (siehe Kapitel 9. 2. 1. 1. "Densitometrie") Empfindlichkeitsbestimmung besteht darin, jene Kriteriumsbelichtung HK (siehe Kapitel 3. 6. "Fotometrische Einheiten") zu ermitteln, die nach der Verarbeitung zu einer vereinbarten feststehenden Kriteriumsdichte DK führt.
Meistens wird DK als optische Dichte (siehe Kapitel 9. 2. 2. "Gradation") über der minimalen Dichte (siehe Kapitel 9. 2. 2. "Gradation") angegeben. Die minimale Dichte hat der (Grund-)Schleier, der durch den Entwickler (siehe Kapitel 9. 4. 1. 2. "Entwicklungsprozeß") entsteht. Selbst wenn Bildstellen nicht belichtet wurden, erzeugt der Entwickler (siehe Kapitel 9. 4. 1. 2. "Entwicklungsprozeß") geringe Mengen an Silber (siehe Kapitel 9. 1. "Aufbau"), so daß der Film dort nicht das gesamte Licht, sondern nur etwas weniger durchläßt.
Zur Ermittlung der Kriteriumsbelichtung HK (siehe Kapitel 3. 6. "Fotometrische Einheiten") ist die Kenntnis der Gradationskurve (siehe auch Kapitel 9. 2. 2.), auch als Charakteristischen Kurve bezeichnet, mit Angabe der absoluten Belichtungen H (siehe Kapitel 3. 6. "Fotometrische Einheiten") notwendig:
oder logarithmiert zur Basis 10:
Um die Lichtempfindlichkeit reproduzierbar bestimmen zu können, ist es wichtig, alle Einflußgrößen auf die Belichtung (siehe Kapitel 3. 6. "Fotometrische Einheiten"), die Verarbeitung und die Auswertung genau zu fixieren.
E0 beschreibt die Beleuchtungsstärke (siehe Kapitel 3. 6. "Fotometrische Einheiten") aus der Lichtstärke (siehe Kapitel 3. 6. "Fotometrische Einheiten") der Sensitometerlampe (siehe Kapitel 9. 2. 1. 1. "Densitometrie") und deren Abstand
zur Filmebene,
τF ist der Transmissionsgrad (siehe Kapitel 3. 2. 3. "Reflexion") des eingesetzten Filters,
t steht für die Belichtungsdauer und
DM für die optische Dichte (siehe auch Kapitel 9. 2. 2. "Gradation") des Modulators.
Damit ist es möglich, einen materialspezifischen Sensitometerstreifen, also einen Filmstreifen mit unterschiedlichen Dichten (siehe auch Kapitel 9. 2. 2. "Gradation") entsprechend der jeweiligen Belichtung (siehe Kapitel 3. 6. "Fotometrische Einheiten") und ebenso eine materialspezifische Charakteristische Kurve (siehe Kapitel 9. 2. 2.) zu gewinnen. Aus diesen kann die Lichtempfindlichkeit entsprechend der Bestimmungsgleichung des jeweiligen Empfindlichkeitssystems (siehe Kapitel 9. 2. 1. 4.) ermittelt werden.
Zur Ermittlung der Filmempfindlichkeit wird praktisch mit einer genau dosierten
Lichtmenge (siehe Kapitel
3. 6. "Fotometrische Einheiten") auf den Film ein Durchsichtsgraukeil (siehe
Kapitel
9. 2. 1. 3. "Graukeil") aufbelichtet. Die Belichtung (siehe Kapitel
3. 6. "Fotometrische Einheiten"), welche eine Dichte von
0,1 (siehe Kapitel
9. 2. 1. 3. "Graukeil") über dem Schleier
(siehe oben) erzeugt, also die Kriteriumsbelichtung
HK (siehe Kapitel
3. 6. "Fotometrische Einheiten"), bestimmt die Filmempfindlichkeit.
Somit wird der Filmstreifen also Bild für Bild stufenweise immer stärker oder schwächer belichtet.
Bezogen auf einen materialspezifischen Stufengraukeil (siehe Kapitel 9. 2. 1. 3.) bestimmt also genau die Keilstufe die Filmempfindlichkeit, welche die Dichte (siehe Kapitel 9. 2. 2. "Gradation") von 0,1 (siehe Kapitel 9. 2. 1. 3. "Graukeil") über dem Grundschleier (siehe oben) des Filmmaterials erzielt, eben die Kriteriumsdichte DK.
| Dichte: 0 |
0,1 |
0,2 |
0,3 |
0,4 |
Neutralgrau 0,5 |
0,6 |
0,7 |
0,8 |
0,9 |
1 |
| Leitwert: 2,5 |
2 |
1,5 |
1 |
0,5 |
0 |
-0,5 |
-1 |
-1,5 |
-2 |
-2,5 |
| Theor. Grundschleier |
HK |
|
|
|
Hb |
|
|
|
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Auf der Seite "Dichten messen" kann mit einem Belichtungsmesser der Lichtwert der Dichte tendenziell "gemessen" werden.
pinurch