9. 2. 1. 3. Graukeil
Das ist eine transparente Folie, die auch Stufengraukeil oder Graustufenkeil genannt wird, deren Lichtdurchlässigkeit stufenförmig logarithmisch um jeweils beispielsweise 0,1 Dichtewert (siehe Kapitel 9. 2. 2. "Gradation") zu- oder abnimmt.
An seiner hellsten Stelle läßt dieser Graukeil praktisch das gesamte Licht hindurch, im darauffolgenden Streifen nur noch 90 %, danach 80 % des Lichtes und so weiter. Der letzte Streifen läßt schließlich überhaupt kein Licht mehr hindurch.
Die drei Farbbalken in folgender Grafik sollen die Filterwirkung des Durchsichtsgraukeils zeigen, die Zahlen von 0 bis 1 geben den Exponenten zur Basis 10 für die entsprechende Dichte (siehe Kapitel 9. 2. 2. "Gradation") an:
Jeder benachbarte dunklere Streifen läßt lediglich den 1,26ten (100,1) Teil des Lichtes im Vergleich zum helleren Streifen durch. Im Abstand von drei Streifen verdoppelt oder halbiert sich deren Dichte (siehe Kapitel 9. 2. 2. "Gradation"), so daß nur noch der halbe oder eben doppelte Lichtstrom (siehe Kapitel 3. 6. "Fotometrische Einheiten") den Keil passieren kann.
Die Keilstufe mit dem Exponenten 0,5 beinhaltet das Neutralgrau (siehe Kapitel 3. 3. 1. "Grautöne").
Es gibt Durchsichts- und Aufsichtsgraukeile, die auch feiner gestückelt sein können.
pinurch