9. 3. 1. 4. Fotopapier
Dieses Filmmaterial (siehe Kapitel
9. 1. 1. "Chemisches System") hat als (undurchsichtiges)
Trägermaterial (siehe Kapitel
9. 1. "Aufbau") eine spezielle Kartonage, auf der
die lichtempfindliche Schicht (siehe Kapitel
9. 1. 1. "Chemisches System") aufgebracht
ist.
Diese Schicht arbeitet vorzugsweise negativ, weil das Fotopapier
zur Herstellung von Kontaktkopien und Vergrößerungen
dient und von Negativmaterial belichtet wird (Negativ-Positiv-Verfahren).
Eine Ausnahme bildet Umkehrpapier, das, mit
einem Positiv belichtet, sofort ein Positivbild
ergibt.
Die Empfindlichkeit (siehe Kapitel 9. 2. 1.) von Fotopapieren ist gering, sie muß ja gerade dem Licht der Kopiergeräte und der gewählten Belichtungszeit entsprechen.
Der Belichtungsspielraum umfaßt etwa 4 Blenden.
Die Gradationen (siehe Kapitel
9. 2. 2.) für Schwarzweißmaterial reicht von weich
(Gradation flach) über spezial, normal, hart bis extra hart (Gradation steil).
Bei Farbpapieren liegt der Gradient (siehe Kapitel
9. 2. 2. "Gradation") bei 1,7 bis 2, also relativ steil,
um den flachen Gradienten (siehe Kapitel
9. 2. 2. "Gradation") des Negativmaterials auszugleichen.
Die Gradation (siehe Kapitel 9. 2. 2.) ist nicht genormt und weicht daher bei den Herstellerbetrieben voneinander ab.
Die Farbe kann für schwarzweiße Fotos weiß oder
chamois sein, bei Farbfotos wird eine abgestimmte
Weißwiedergabe angestrebt.
Die Dicke reicht von papierstark bis kartonstark.
Die Oberfläche gibt es glänzend, als Seidenglanz, halbmatt,
matt und in weiteren Variationen, die Oberflächenstrukturen
gekörnt, als Seidenraster und andere.
Das Papiernegativ auf fotografischem Papier wird heute nur noch
bei Fotokopien angewendet.
pinurch