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9. 4. 1. 3. Kopierprozeß


Der Kopierprozeß gestattet die Übertragung der Bildinformation von einem zum anderen Bildmaterial mit dem überwiegenden Ziel, Papier- oder Filmbilder als Positiv in Ansichtsqualität zu erhalten.

Dadurch kann ein Kontaktabzug oder eine Vergrößerung entstehen.
Im Kapitel 2. 1. "Unterscheidungsmerkmale" werden, auch medial übergreifend, weitere Vervielfältigungsmöglichkeiten aufgezeigt.

Die Bestimmung der Belichtung wird über die Ermittlung der mittleren Helligkeit der Vorlage erreicht.

Farbkorrekturen werden durch Filtervorsätze vorgenommen.
Dafür stehen beim subtraktiven Verfahren für die Farben Gelb, Purpur und Blaugrün jeweils 11 Filter mit Farbdichten von 5 %, 10 %, 20 %  und in weiteren Zehnersprügen bis 100 %  zur Verfügung.
Im additiven Verfahren stehen nur drei Filter für die Grundfarben Rot, Grün und Blau zur Verfügung. Es sind dann drei Belichtungen erforderlich mit je einem der drei Filter.

Kopien vom Farbnegativfilm werden ohne weitere Bemerkung bei der Bestellung eines Abzugs auf die Farbtemperatur (siehe Kapitel 3. 5.) des Tageslichtes ausgefiltert.

Weil es inzwischen üblich ist, den Sommerurlaub in südlichen Ländern zu verbringen, wo eine höhere Farbtemperatur (siehe Kapitel 3. 5.) als in unseren Breiten herrscht, haben es sich einige Großlabore zu eigen gemacht, um dem zu großen Blauanteil gegenzusteuern, entsprechend farblich auszufiltern.
So fallen dann Fotos, die in unseren Gefilden gemacht wurden, im August oder September zu braun aus.
Solche Kopien sind einfach zu reklamieren.

Fotos, die auf Kunstlicht abgestimmt werden sollen, sind besser im Fachlabor kopieren zu lassen.


Um tatsächlich den gesamten fotografierten Bildinhalt in einer Kopie wiederzufinden, bedarf es erstens der Leistungsfähigkeit der Ausrüstung des Labors sowie einer korrekten Auftragserteilung.

Detaillierte Hinweise sind im Kapitel 9. 5. "Bildformat" zu finden.


Auch von Farbdias (siehe Kapitel 9. 3. 1. 2. 2. "Umkehrfilm") lassen sich Farbpapierbilder herstellen.

Dazu gibt es zwei Möglichkeiten:
  Zum einen benötigt man einen doppelten Kopierprozeß über ein Zwischennegativmaterial, um wieder ein farbiges Dupnegativ zu erhalten, von dem dann Papierbilder (siehe Kapitel 9. 3. 1. 4. "Fotopapier") oder Dias (siehe Kapitel 9. 3. 1. 2. 2. "Umkehrfilm") in Farbe oder Schwarzweiß in der beschriebenen Weise gezogen werden.
  Der andere Weg führt über ein Farbumkehrpapier unter Einschaltung eines Farbumkehrprozesses.


Der Vorteil, von einem Farbdia (siehe Kapitel 9. 3. 1. 2. 2. "Umkehrfilm") auszugehen, besteht darin, die Vorlage qualitätsmäßig einschätzen zu können, da sie selbst ein fertiges Produkt ist. Der Nachteil des Zwischennegativverfahrens ist der zusätzliche Kopierprozeß und die etwas schlechtere Qualität gegenüber dem Negativ-Positivverfahren.

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