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Die abgebildete Schachtel soll als Beispiel dienen.
Der Begriff Color, meist in Verbindung mit dem Firmennamen, weist auf
Farbnegativfilm (siehe Kapitel 9. 3. 1. 2. 1.) hin.
Der Begriff Chrome, meist in Verbindung mit dem Firmennamen, weist auf
Farbumkehrfilm (siehe Kapitel 9. 3. 1. 2. 2.) hin.
Beispiel: FUJICHROME
Color-Negativ heißt Negativfilm für Farbbilder, also
ein zweiter Hinweis auf Farbnegativfilm (siehe Kapitel 9. 3. 1. 2. 1.).
For Color Slides heißt Für Farbdias, also ein zweiter
Hinweis auf Farbumkehrfilm (siehe Kapitel 9. 3. 1. 2. 2.).
Beispiel: FOR COLOR SLIDES
Die große 200 bedeutet eine Empfindlichkeit (siehe Kapitel 9. 2. 1. 4. "Empfindlichkeitssysteme") von 200 ASA.
Die 36 beschreibt die Anzahl der Fotos.
Auf der Unterseite der Schachteln stehen die meisten Informationen:
2002-12 958410 ist hier die Chargennummer, also die eindeutige Benennung der Emulsion (siehe Kapitel 9. 1. 1. "Chemisches System").
Der Vermerk RM 135 bezeichnet das Format der Patrone, in dem der Film konfektioniert ist,
24 x 36 mm das Bildformat, hier das Kleinbild (siehe Kapitel 2. 1. 1. "Bildformat"),
und 36 Exp. die Anzahl der Fotos, also Exposure*).
In Doppelung ist hier auch noch einmal FILM FÜR FARBDIAS als Hinweis auf Farbumkehrfilm (siehe Kapitel 9. 3. 1. 2. 2.) zu finden.
Das DX
belegt, daß auf der Filmpatrone die sogenannte DX-Kennung
(siehe Kapitel
16. 6. 5.) aufgebracht ist, die es automatischen Kameras gestattet, einige
Filmdaten elektronisch zu erkennen. (DX entstammt dem englischen data exchange,
das Datenaustausch bedeutet.)
Der DX-Code umfaßt folgende Bestandteile:
Flächencode
Diese Kennung dient der Kamerasteuerung.
Die Angaben werden von den meisten automatischen Kameras ausgelesen und bei
der Belichtung berücksichtigt, einfache Kameramodelle lesen allerdings
lediglich die Filmempfindlichkeit (siehe Kapitel 9. 2. 1.) aus.

Der Code besteht aus 12 Feldern (Numerierung wie oben, steht nicht auf dem Film), die entweder leitend (codiert eine 1) oder nichtleitend (codiert eine 0) sind (Binärcode), so daß die entsprechenden Kontakte an der Kamera überbrückt werden.
| Feld 1 und 7: | Masse (Grounding) |
| Feld 2 bis 6: | Filmempfindlichkeit (Film Speed) |
| Feld 8 bis 10: | Anzahl der Aufnahmen (Exposure Counts) |
| Feld 11 und 12: | Belichtungsspielraum (Exposure Tolerance) |
Filmempfindlichkeit
Die Filmempfindlichkeit (siehe Kapitel 9. 2. 1.) wird definiert zwischen 25 und 5000 ASA.
Praktisch müssen jedoch Filmempfindlichkeiten (siehe Kapitel 9. 2. 1.) über 1600 ASA manuell an einigen Kameras eingestellt werden.
| ASA \ Feld: | 6 | 5 | 4 | 3 | 2 | 1 |
| 25 | sw | sw | sw | sw | ||
| 32 | sw | sw | sw | sw | ||
| 40 | sw | sw | sw | |||
| 50 | sw | sw | sw | |||
| 64 | sw | sw | sw | |||
| 80 | sw | sw | ||||
| 100 | sw | sw | sw | |||
| 125 | sw | sw | sw | |||
| 160 | sw | sw | ||||
| 200 | sw | sw | ||||
| 250 | sw | sw | ||||
| 320 | sw | |||||
| 400 | sw | sw | sw | |||
| 500 | sw | sw | sw | |||
| 640 | sw | sw | ||||
| 800 | sw | sw | ||||
| 1000 | sw | sw | ||||
| 1250 | sw | |||||
| 1600 | sw | sw | ||||
| 2000 | sw | sw | ||||
| 2500 | sw | |||||
| 3200 | sw | |||||
| 4000 | sw | |||||
| 5000 |
Filmlänge
Die Filmlänge (Anzahl der Aufnahmen) ist definiert für 12, 20, 24, 36, 48, 60 oder 72 Bilder und in den Feldern 8 bis 10 mit drei Bits codiert.
| Bildanzahl \ Feld: | 12 | 11 | 10 | 9 | 8 | 7 |
| 12 | sw | sw | ||||
| 20 | sw | sw | ||||
| 24 | sw | |||||
| 36 | sw | sw | ||||
| 48 | sw | |||||
| 60 | sw | |||||
| 72 |
Belichtungsspielraum
In den Feldern 11 und 12 wird der Belichtungsumfang (siehe Kapitel 9. 2. 4.) definiert.
| Belichtungs- \ Feld: umfang \ |
12 | 11 | 10 | 9 | 8 | 7 |
| +/- 1/2 Blende | sw | sw | ||||
| +/- 1 Blende | sw | |||||
| +2/-1 Blende | sw | |||||
| +3/-1 Blende |
Diese Kennung enthält Verarbeitungsinformationen für Kopieranstalten, also Angaben über den Verarbeitungsprozeß, die Filmsorte, die Filmempfindlichkeit sowie die Filmlänge.
Farbnegativfilme (siehe Kapitel 9. 3. 1. 2. 1.) können außerdem noch mit einen Strichcode am Filmrand versehen sein, der eine Produkterkennung ermöglicht. Auch diese Angabe ist nur relevant für die automatisierte Filmverarbeitung in Kopieranstalten.
Die DX-IX-Codierung (siehe Kapitel 16. 7. 2. "APS-IX") besteht aus erheblich mehr Feldern und speichert entsprechend den APS-Spezifikationen (siehe Kapitel 16. 7. "APS") entsprechend detaillierte Informationen.
Der Aufdruck PROCESS CR - 56 E - 6 gibt Auskunft über das richtige Bad (siehe Kapitel 9. 4. "Verarbeitung") für den Entwicklungsprozeß (siehe Kapitel 9. 4. 1. 2.).
DAYLIGHT charakterisiert den Film bezüglich seiner abgestimmten Farbtemperatur (siehe Kapitel 3. 5.) (als Umkehrfilm) für Tageslicht.
ISO 200/24° besagt, wieder in Wiederholung, eine Filmempfindlichkeit (siehe Kapitel 9. 2. 1.) von 200 ASA bzw. 24 DIN.
Für die Vollständigkeit weise ich darauf hin, daß
nicht bedeutet, den Film gleich in Erwartung schlechter Bildergebnisse zu entsorgen,
sondern daß eine Verwertung im "dualen System" möglich ist und die
Reste des Filmes entsprechend über die "gelbe Tonne" zu entsorgen sind.
Alle genannten Bezeichnungen gibt es durchaus in verschiedenen Abwandlungen:
| ISO | 100 / | 21° | |||||
| 21 DIN | |||||||
| 100 ASA | |||||||
| ISO-Norm (siehe Kapitel 9. 2. 1. 4. "Empfindlichkeitssysteme") | |||||||
| HR 100 / | 135 - | 24 | |||||
| 24 Bilder | |||||||
| Patronenformat | |||||||
| 100 ASA | |||||||