10. 4. Raum- und Straßenbeleuchtung
Wird bei Licht von Einzelleuchten oder in elektrisch nur einphasig geschalteten Räumen mit ausschließlich diesem Licht fotografiert, sollte man, wenn es dieses Licht überhaupt gestattet, nie kürzer als mit 1/50 s belichten. Unsere Netzwechselspannung hat eine Frequenz von 50 Hz, demnach 50 Hell- und 50 Dunkelphasen pro Sekunde. Erwischt man bei kürzerer Belichtung als 1/50 s eine Dunkelphase, genügt das Licht natürlich absolut nicht.
Beleuchtung in Straßenzügen, Arbeitsräumen, Hallen usw., also jede, bei der viel elektrische Leistung umgesetzt wird, ist gespeist mit Dreiphasen-Wechselstrom. Dadurch verschwinden die Dunkelanteile des Lichtes. Die kürzeste Belichtungszeit wird unkritisch.
Etwas verzögert reagiert die Glühlampe (siehe Kapitel 10. 4. 1.) in ihrer Helligkeit auf die Wechselspannung.
Der Glühfaden muß sich erwärmen, um Licht erzeugen zu können, und kühlt dann wieder ab.
Die Gasentladungslampe arbeitet anders. In einem Glaskolben befindet sich ein Edelgas, das durch eine hohe elektrische Spannung gezündet, also leuchtfähig gemacht wird. Nach dem Zünden kann die Spannung wieder abgesenkt werden.
Die Helligkeit (siehe Kapitel 3. 4.) folgt aber auch hier der Netzfrequenz.
pinurch