11. 1. 2. Fach- und Großatelier
In diesen Ateliers sind Objekte bis 3 m Größe mühelos selbst mit längeren Brennweiten (siehe Kapitel 6. 2. 3.) abzubilden.
Der Hintergrund bleibt dennoch ausreichend weit entfernt, wird also nicht durch zu große Schärfentiefe (siehe Kapitel 4. 2. 3. "Blende - Schärfentiefe") gleichermaßen scharf dargestellt.
Die Wände sind reinweiß mit stumpfer, also nicht reflektierender Farbe gestrichen (Latexweiß hat etwas Glanz und neigt zur Reflexion).
Für den Untergrund sind Steinholzfußboden oder PVC-Belag ohne sichtbare Kanten (gut verschweißt) zweckmäßig.
Günstig ist ein fensterloser Raum, oder die Fenster sind lichtdicht verschließbar.
An geigneten Schienen (siehe Kapitel 11. 1.) sind Hintergründe zugriffbereit aufzuhängen. Sie können aus leichten Dekostoffen bestehen oder sogar Motive tragen.
Will man zur Beleuchtung mit herkömmlichen Lampen (siehe Kapitel 10. 4. 1. "Glühlampe") oder Halogenstrahlern (siehe Kapitel 10. 4. 4. "Halogenlampe") arbeiten, sind in der Summe wenigstens 5 kW Lampenleistung notwendig, die folgendermaßen aufgeteilt sein sollte:
Anstatt all dieser Lampen kann der geübte Fotograf auch leistungsstarke Blitzlichter (siehe Kapitel 10. 2. 1. 3.) mit Pilotlicht*) einsetzen.
Für eine ordentliche Lichtführung sind wenigstens zwei hohe Stative (siehe Kapitel 17. 1.) notwendig.
Bedient man einen regelrechten Lampenpark, sind 3phasig nacheinander abwechselnd verteilte Steckdosen im Atelier sinnvoll.
*) Pilotlicht: normale Lampe im Blitzgerät zur groben Einschätzung von Lichtverhältnissen
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