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15. 1. Serien


Serien müssen durchaus nicht straff chronologisch gefaßt sein, um dem Thema oder einer speziellen Erläuterung gerecht zu werden. Aber die zeitlichen Sprünge sollten harmonisch bleiben.

Haben wir es mit Kompositionen oder Bildfolgen zu tun, ist zunächst die inhaltliche Abstimmung der Fotos zueinander von primärer Bedeutung.
Nicht nur bei der Projektion von Diapositiven (siehe Kapitel 9. 3. 1. 2. 2. "Umkehrfilm") ist die Ausgewogenheit der Bildhelligkeit wichtig, sondern auch bei der Anordnung von Fotos auf einem Blatt Papier.
Helle Fotos überblenden dunkle, lassen sie erst wirken, wenn das Auge das helle Foto länger nicht mehr betrachtet. Im Diavortrag oder artverwandten Projektionen wird ein dunkles Foto, das auf ein helles folgt, erst dann erfaßt, wenn sich das Auge auf die Dunkelheit eingestellt hat. Folgt einem dunklen Foto ein helles, tritt ein Blendeffekt ein.

Erläuternde Kommentare bei der Präsentation von Serien sind oft notwendig.

Bildserien können im Vortrag natürlich "life" besprochen und damit immer wieder neu beschrieben werden. Es besteht aber, aus eigener Erfahrung, die Gefahr, daß Inhalte so langsam in Vergessenheit geraten und die Kommentierung der Fotos immer spärlicher wird.
Klar kann man sich Texte vorbereiten, aber bei der Projektion sollte es finster sein, und da ist es mühsam, hinter dem Projektor etwas abzulesen.

Die Vertonung eines Bildvortrages trägt erheblich zu dessen Qualitätssteigerung bei. (Es ist erstaunlich, um wieviel besser nur schlecht gelungene Fotos, die im Vortrag zwingend zur Erläuterung gezeigt werden müssen, bei guter Musik wirken. Allerdings reicht es nicht, nur gute Musik einzuspielen, um ausschließlich schlechte Fotos zu kompensieren!)
Und in diese Musik können dann die gesprochenen Kommentare eingemischt werden.

Der Dia-Ton-Vortrag mit Überblendtechnik (siehe Kapitel 15. 3. 1. 1. "Projektoren") ist älter als der Begriff "Multimedia", gehört aber unbedingt dazu.
Bei geeigneter Technik ist heutzutage, abgesehen vom zeitlichen Aufwand, die Herstellung einer Tonkonserve kaum noch ein Problem.
 
Quelle Abmischung Speichermedium Qualität
Musik Sprache
Egal Life keine keines indifferent
Schallplattenspieler Magnetbandgerät Mischpult1) Zweites Magnetbandgerät Starkes Rauschen
Magnetbandgerät Zweites Magnetbandgerät Mischpult1) Drittes Magnetbandgerät Rauschen
CD Magnetbandgerät Mischpult1) Zweites Magnetbandgerät Rauschen bei Spracheinblendung
CD kopiert4) auf Computer Magnetbandgerät Computerprogramm2) CD / Computer3) Rauschen bei Spracheinblendung
CD kopiert4) auf Computer Sprachaufnahme auf Computer Computerprogramm2) CD / Computer3) Optimale Wiedergabe
Tonstörungen sind komischerweise schlimmer als ein Fussel auf dem Dia.
1) Ein richtiges Mischpult ist nicht erforderlich. Mit einigen Schiebewiderständen geeigneter Impedanz läßt sich durchaus eine Art brauchbares Mischpult zusammenlöten.
2) Es gibt Computerprogramme, mit denen sich relativ leicht eine Pegelangleichung, also Abmischung, zwischen Musik und Sprache vornehmen läßt.
3) Projiziert man Fotos, machen Mittelklasseprojektoren schon einen derartigen Lärm, daß auf das Lüftergeräusch des Computers gern verzichtet werden kann.
4) Ein vernünftiger Vortrag ist ein eigenständiges Werk (siehe Kapitel 18. 2. 2. 1."Allgemeines"). Das Einkoppeln von Musik ist also nach § 24 UrhG (siehe Kapitel 18. 2. 6. 1. "Freie Benutzung") statthaft.

Bei der Diaprojektion selbst ist es absolut hilfreich, wenn jeder einzelne Rahmen mit diversen Informationen (siehe Kapitel 14. 1. 1. "Durchsichtiges Material") beschriftet ist.
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